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David Irving
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David John Cawdell Irving (* 24. MĂ€rz 1938 in Brentwood, Grafschaft Essex, England) ist ein britischer Geschichtsrevisionist und Holocaustleugner. Er verfasste etwa 30 BĂŒcher ĂŒber die Zeit des Nationalsozialismus, darunter 1963 ein Buch ĂŒber die Luftangriffe auf Dresden, das ihn bekannt machte.
1977 leugnete er, dass Adolf Hitler den Zweiten Weltkrieg geplant und begonnen sowie den Holocaust gewollt und davon frĂŒhzeitig Kenntnis hatte. Dadurch verlor er allmĂ€hlich sein bisheriges Ansehen als seriöser Sachbuchautor. Seit 1988 bestreitet er öffentlich den Vernichtungszweck der Gaskammern und Krematorien der Konzentrationslager Auschwitz. Er wurde deshalb in mehreren Staaten strafrechtlich verurteilt und erhielt Einreiseverbote.
Contents
âą Ausbildung
âą Gegenwart
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelbelege
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Ausbildung
Irving ist der jĂŒngste Sohn des britischen Marineoffiziers John James Cawdell Irving (1898â1967) und der Illustratorin Beryl Irene Irving geb. Newington.cite-ref-1[1]cite-ref-spiegel-1977-28-2-0[2] Nach einem abgebrochenen Studium der Physik, Wirtschaftswissenschaften und Geschichte an der University of London arbeitete Irving ab 1959 fĂŒr ein Jahr als Stahlarbeiter bei Thyssen im Ruhrgebiet. Dort lernte er Deutsch. AnschlieĂend verdiente er seinen Lebensunterhalt mit Artikeln zu zeitgeschichtlichen Themen in deutschen Zeitschriften, darunter in der Neuen Illustrierten.
Irving ist verheiratet und hat fĂŒnf Kinder.
Veröffentlichungen
1963 erschien Irvings Buch Der Untergang Dresdens, das einige Historiker und Medien zunĂ€chst positiv beurteilten, weil Irving darin von ihm selbst aufgefundene neue Dokumente vorlegte und man seiner Forschung vor Ort vertraute. In den Neuauflagen seines Buchs von 1966 und 1967 stellte Irving einen âTagesbefehl 47â vom 22. MĂ€rz 1945 vor, der 202.040 bereits gefundene und bis zu 250.000 erwartete Opfer der Luftangriffe nannte. Der SED-Politiker Max Seydewitz hatte das Dokument bereits 1955 als FĂ€lschung zurĂŒckgewiesen. Irving hatte 1964 eine Kopie eines Durchschlags davon von dem Dresdner Fotografen Walter Hahn erhalten. Der bei dem Treffen anwesende Stadtarchivar Walter Lange hatte die Kopie als FĂ€lschung bezeichnet. Irving berief sich 1965 öffentlich auf den Dresdner Urologen Max Funfack, von dem Hahn das Dokument seinerseits ohne dessen Wissen kopiert hatte. Funfack schrieb Irving daraufhin, er habe nur mĂŒndliche und zudem sehr widersprĂŒchliche AuskĂŒnfte ĂŒber Opferzahlen aus dritter Hand erhalten und sei nicht mit der Bergung der Dresdner Luftkriegstoten befasst gewesen.cite-ref-3[3] Im selben Jahr wurden zwei Originaldokumente der Dresdner Polizei vom Februar und MĂ€rz 1945 entdeckt, die Irvings Kopie als FĂ€lschung erwiesen. Irving rĂ€umte am 7. Juli 1966 in einem Leserbrief an die britische Zeitung The Times seinen Irrtum ein.cite-ref-4[4] Dennoch stoppte er weder die Auslieferung der Neuauflage seines Buchs noch korrigierte er die falschen Opferzahlen in weiteren Auflagen.
1977 bewies ein Fund Götz Berganders endgĂŒltig die FĂ€lschung des âTagesbefehlsâ: Im Propagandaministerium von Joseph Goebbels war an jede Originalzahl zu bereits kremierten (6.865), registrierten (20.204) und erwarteten (25.000) Toten eine Null angehĂ€ngt und so die Zahlen verzehnfacht worden, um die Luftangriffe in der Auslandspresse als Verbrechen darzustellen.cite-ref-5[5] Irving behauptete dennoch weiterhin sechsstellige Opferzahlen.cite-ref-6[6] Der britische Historiker Richard J. Evans deckte Irvings fĂ€lschenden und verzerrenden Umgang mit Quellen in seinem Dresdenbuch im Irving-Lipstadt-Prozess 2000 ausfĂŒhrlich auf und veröffentlichte sein Prozessgutachten als Buch.cite-ref-7[7]
1964 veröffentlichte Irving eine Artikelserie in der Zeitschrift Neue Illustrierte ĂŒber alliierte Luftangriffe auf deutsche StĂ€dte im Zweiten Weltkrieg als Buch unter dem Titel Und Deutschlands StĂ€dte starben nicht. Darin ĂŒbernahm er die Legende von Tieffliegerangriffen auf FlĂŒchtende in Dresden am 13. Februar 1945 von Nachkriegsautoren wie Axel Rodenberger, Max Seydewitz und anderen. Er betonte jedoch, diese angeblichen Angriffe seien von US-amerikanischen BegleitjĂ€gern ausgegangen. Sie hĂ€tten mit allen Bordwaffen auch auf sichtbar gekennzeichnete Krankenwagen und FlĂŒchtlingstrecks in den AuĂenbezirken geschossen und seien dazu immer wieder zurĂŒckgekehrt. Irving erhielt diese Darstellung in spĂ€teren Auflagen aufrecht, auch nachdem Götz Bergander und Helmut Schnatz sie 1977 historisch widerlegt hatten.cite-ref-8[8]
Der deutsche Dichter Rolf Hochhuth war seit 1966 mit ihm befreundet und nahm Irvings Holocaustleugnung zumindest bis 1988 nicht wahr (siehe dazu Hochhuth und Irving). Ab 29. Mai 1967 druckte das Nachrichtenmagazin Der Spiegel in fĂŒnf Teilen vorab Irvings Buch zum âTraum von der deutschen Atombombeâ in der NS-Zeit ab.cite-ref-9[9]
1977 behauptete Irving in seinem Buch Hitlerâs War, Reinhard Heydrich und Heinrich Himmler hĂ€tten den Holocaust ohne Hitlers Wissen und Zustimmung angezettelt. Erst 1943 habe dieser davon erfahren. Er berief sich dazu vor allem auf fehlende Dokumente zu einem schriftlichen Befehl Hitlers zur Judenvernichtung und auf einen Eintrag in Himmlers Tagebuch vom 30. Oktober 1941, bei dem dieser die Liquidation erstmals deportierter Berliner Juden telefonisch untersagt hatte. Zudem zog er TagebĂŒcher noch lebender ehemaliger Generale und FunktionĂ€re Hitlers heran, die diese ihm bei seinen Recherchen fĂŒr das Buch erstmals zur VerfĂŒgung gestellt hĂ€tten. Zugleich missachtete er jedoch zahlreiche Hinweise auf mĂŒndliche Befehle Hitlers zur Judenvernichtung, etwa in Himmlers Posener Reden.cite-ref-spiegel-1977-28-2-1[2] Aus der ĂŒberarbeiteten Neuauflage des Buchs von 1991 lieĂ Irving alle Referenzen zum Holocaust und zu den NS-Vernichtungslagern löschen.cite-ref-10[10] In seinem Buch Hitlers Weg zum Krieg von 1977 gab Irving zwar dessen AufrĂŒstung seit 1936 zu, stellte ihn aber als weitgehend schuldlos am Zweiten Weltkrieg dar und wies den angeblich vom âWeltjudentumâ gelenkten USA die Hauptschuld zu.cite-ref-11[11]
Diese geschichtsrevisionistischen Thesen stehen in der Tradition von Nationalsozialisten und MitlĂ€ufern, die seit den NĂŒrnberger Prozessen 1945 behaupteten: âDavon hat der FĂŒhrer nichts gewusst.âcite-ref-12[12] Dem widersprachen besonders britische und deutsche Historiker, deren Forschungen zu den NS-GroĂverbrechen Hitlers Initiative und FĂŒhrungsrolle bei der Eskalation der Judenverfolgung zum Holocaust bestĂ€tigten. Irvings Thesen wurden bereits 1977 von Allan Bullock, Hugh Trevor-Roper, Eberhard JĂ€ckel und Martin Broszat zurĂŒckgewiesen.cite-ref-13[13] Gerald Fleming prĂ€sentierte 1983 ĂŒberzeugende Argumente dafĂŒr, dass Hitler die Endlösung mitgeplant, persönlich gewollt und befohlen habe.cite-ref-14[14] Richard J. Evans wies 2000 im Detail Irvings manipulativen Umgang mit Quellen in Hitler's War nach.cite-ref-15[15]
Auch Irvings 1977 auf Englisch unter dem Titel Rommel: The Trail of the Fox und ein Jahr spĂ€ter auf Deutsch erschienene Biografie ĂŒber Erwin Rommel wurde durch einen Vorabdruck im Spiegelcite-ref-16[16] in Deutschland schnell bekannt und sorgte besonders in Veteranenkreisen fĂŒr hitzige Kontroversen. Darin stellt Irving Rommels NĂ€he zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus als Nachkriegskonstruktion seines Stabschefs Hans Speidel dar und zeichnet den spĂ€teren NATO-Oberbefehlshaber Speidel selbst als Hauptakteur einer Verschwörung in Frankreich, von der Rommel angeblich nichts gewusst habe.cite-ref-17[17] Das Buch wurde im Spiegel sowie auch von einzelnen Historikern positiv beurteilt, da es das Bild Rommels als WiderstandskĂ€mpfer zu Recht korrigiert habe.cite-ref-18[18]
FĂŒr sein 1979 erschienenes Buch Der NĂŒrnberger Prozess â Die letzte Schlacht wollte Irving als erster Autor die Akten der NĂŒrnberger Anklagevertretung und das private Tagebuch Robert H. Jacksons eingesehen haben.cite-ref-19[19] In dem spĂ€ter stark erweiterten, im rechtsextremen Grabert-Verlag veröffentlichten Buch bezeichnete er den Prozess als âRachejustiz der Siegerâ und Rechtsbruch und behauptete, Zeugen und Angeklagte seien gefoltert worden.cite-ref-20[20] In seinem Buch Goebbels â Macht und Magie (1997) behauptete Irving zudem, Hitler sei von der âReichskristallnachtâ ĂŒberrascht worden.
1983 bezeichnete Irving die angeblichen in der Zeitschrift Stern veröffentlichten Hitler-TagebĂŒcher im deutschen Fernsehen als plumpe FĂ€lschung, noch bevor diese aufgedeckt wurde. Er widersprach damit Eberhard JĂ€ckel, der die TagebĂŒcher nach anfĂ€nglichem Zweifel fĂŒr echt hielt. Kurz darauf erklĂ€rte Irving jedoch, auch er sei nunmehr von deren Echtheit ĂŒberzeugt.cite-ref-21[21] SpĂ€ter erklĂ€rte er seinen kurzfristigen Meinungswandel mit seiner Freude daran, Historiker âdumm aus der WĂ€sche schauenâ zu lassen.cite-ref-spiegel-2006-01-16-22-0[22] In der britischen Fernsehserie Hitler zu verkaufen, die auf dem Sachbuch Selling Hitler von Robert Harris beruht und den Skandal ĂŒber die Hitler-TagebĂŒcher nachzeichnet, wurde Irving von Roger Lloyd-Pack dargestellt.
Irving wurde bis 1988 von manchen deutschen Medien â insbesondere vom Spiegel â als zwar unkonventioneller und provokativer, aber ernsthaft forschender und daher diskussionswĂŒrdiger Historiker angesehen und etwa durch Vorabdrucke seiner BĂŒcher gefördert.cite-ref-23[23] Er galt als findiger Rechercheur, dem es gelinge, âdie HohlrĂ€ume und ungeklĂ€rten Fragen aufzuspĂŒren, die manche Fachhistoriker bei der Erforschung der Hitler-Ăra zurĂŒckgelassen haben [âŠ], neue Quellen zu erschlieĂen, bisher unzugĂ€ngliche Zeugen zum Reden zu bringen, manipulierte Zeugnisse zu korrigierenâ.cite-ref-spiegel-1977-28-2-2[2] Er sei ein âMeister im AufspĂŒren bis dahin ungenutzter Quellenâ und ein Autor, âder den Historikern zumindest neue AnstöĂe gibtâ.cite-ref-24[24] Ab 1977 teilweise, vollstĂ€ndig seit 1988 wurde Irving als Historiker nicht mehr ernst genommen.cite-ref-spiegel-2006-01-16-22-1[22] Die Geschichtswissenschaft wies seine Thesen einhellig zurĂŒck. Da sie aber ForschungslĂŒcken deutlich machten, hatten sie letztlich produktive Folgen.cite-ref-25[25]
Rechtsextreme und holocaustleugnende AktivitÀten
1982 trat Irving erstmals beim geschichtsrevisionistischen Institute for Historical Review in den USA auf und vertrat dort seine Thesen aus Hitlerâs War, grenzte sich aber gegen Leugnung des Holocausts ab. Er habe diesen nicht erforscht, fĂŒhle aber, dass die Angaben der Historiker dazu wohl richtig seien. In einem offenen Brief warf der französische Neonazicite-ref-26[26] und Holocaustleugner Robert Faurisson ihm daraufhin vor, er mĂŒsse als Historiker nach Fakten, nicht GefĂŒhlen urteilen. Dass er keinen Befehl Hitlers zum Holocaust gefunden habe, liege daran, dass es diesen nicht gegeben habe. Irving beantwortete den Brief nicht.cite-ref-27[27]
Am 5. MĂ€rz 1986 in einem Vortrag in Durban, SĂŒdafrika, erklĂ€rte Irving zu den Luftangriffen auf Dresden 1945: Dass heute âjedermann ĂŒber Dresden im gleichen Atemzug wie ĂŒber Auschwitz und Hiroshimaâ spreche, sei das Verdienst seines Buches von 1963. Die Angriffe seien aufgrund sechsstelliger Opferzahlen âetwas âŠ, das wir heute wahrscheinlich als einen Holocaust bezeichnen wĂŒrden.âcite-ref-28[28] Darauf bezogen sich die NPD-Politiker Holger Apfel und JĂŒrgen Gansel am 24. Januar 2005 im sĂ€chsischen Landtag. Apfel zufolge betonte Irving als âeiner der ersten ⊠schon vor Jahrzehnten ⊠das SingulĂ€re des Angriffs vom 13. Februar 1945â. Gansel nannte diesen einen âBomben-Holocaustâ.cite-ref-29[29]
1988 trat Irving in einem Prozess gegen Ernst ZĂŒndel, der in Toronto wegen âfalscher Nachrichtenâ (Holocaustleugnung) angeklagt worden war, als SachverstĂ€ndiger der Verteidigung auf. Dabei lernte er Fred A. Leuchter kennen, der mit einem pseudowissenschaftlichen Gutachten einige private chemische Messungen von Cyanid-RĂŒckstĂ€nden in den Resten der Gaskammern von Auschwitz vorlegte, um deren Vernichtungszweck zu bestreiten. Er wurde im Prozess als Hochstapler, der nicht als Chemiker qualifiziert war, entlarvt und sein Gutachten als fachlich untauglich abgelehnt. Irving gab Leuchters Gutachten in seinem Selbstverlag jedoch als âLeuchter-Reportâ herauscite-ref-30[30] und schrieb ein zustimmendes Vorwort dazu. Darin behauptete er, Leuchters Messungen seien wissenschaftlich unbestreitbar, so dass keine industrielle Massenvernichtung in den NS-Vernichtungslagern stattgefunden haben könne.cite-ref-31[31] Damit war er selbst zum Holocaustleugner geworden. Nach dem ZĂŒndel-Prozess trat Irving oft zusammen mit Leuchter auf Veranstaltungen von deutschen und US-amerikanischen Neonazis auf, etwa bei der National Alliance.
FĂŒr die Europawahl 1989 unterstĂŒtzte Irving erstmals die rechtsextreme Deutsche Volksunion, auf deren Parteitagen er bis 1995 oft auftrat. Deren GrĂŒnder Gerhard Frey bot Irving ein regelmĂ€Ăiges Forum in seinem Publikationsorgan National-Zeitung.cite-ref-32[32]
Von Februar bis Juni 1990 reiste Irving durch die noch bestehende DDR und hielt VortrĂ€ge in ostdeutschen StĂ€dten unter dem Titel âEin EnglĂ€nder kĂ€mpft fĂŒr die Ehre der Deutschenâ, bei denen er Hitlers Kriegsschuld und Mitschuld am Holocaust leugnete.cite-ref-spiegel-2006-01-16-22-2[22] Besonders beachtet wurde sein Auftritt zum Jahrestag der Luftangriffe von 1945 auf Dresden am 13. Februar 1990. Vor etwa 500 Zuhörern stellte er diese als alliierten Völkermord dar und förderte damit rechtsextreme AktivitĂ€ten in Ostdeutschland erheblich.cite-ref-33[33] Irvings Deutschlandtournee wurde von Bela Ewald Althans organisiert, beteiligt waren auch Michael KĂŒhnen und Christian Worch.cite-ref-34[34]
Am 21. April 1990 trat Irving im MĂŒnchner LöwenbrĂ€ukeller als Hauptredner auf einem Neonazi-Kongress unter dem Motto âWahrheit macht freiâ auf. Dabei versuchten die Anwesenden in Anlehnung an den Hitler-Ludendorff-Putsch von 1923 einen âMarsch auf die Feldherrnhalleâ.cite-ref-35[35] Unter den 800 Teilnehmern waren u. a. Michael KĂŒhnen, Otto Ernst Remer, Gottfried KĂŒssel, Robert Faurisson, Wilhelm StĂ€glich und Ahmed Rami.cite-ref-36[36]
Straf- und Zivilprozesse
Nach Verleumdungsklagen
In seinem Buch Accident â The Death of General Sikorski von 1967 behauptete Irving, Winston Churchill habe General WĆadysĆaw Sikorski, den Leiter der polnischen Exilregierung von 1939, ermorden lassen. Rolf Hochhuth griff diese Behauptung in seinem 1967 uraufgefĂŒhrten TheaterstĂŒck Soldaten auf. Dazu veröffentlichte Carlos Thompson 1969 eine ausfĂŒhrliche Widerlegung (The Assassination of Winston Churchill). In seinem Buch The Destruction of Convoy PQ 17 von 1969 behauptete Irving, KapitĂ€n John E. (âJackâ) Broome, der Leiter des alliierten Geleitzugs PQ 17 von 1942, habe dessen Entdeckung und Zerstörung durch deutsche U-Boote und Flugzeuge durch Ungehorsam und Desertion verschuldet.
Auf beide Buchveröffentlichungen erfolgten Verleumdungsklagen. Irving verlor die Prozesse in beiden FĂ€llen. Im zweiten Fall hatte er das Manuskript Broome vorgelegt, dieser hatte 30 Falschdarstellungen darin bemĂ€ngelt und Irving Rechtsschritte angedroht, falls dieser die Stellen unverĂ€ndert veröffentlichen wĂŒrde. Daraufhin zog der Verleger seine Zusage zur Veröffentlichung zurĂŒck. Irving lieĂ das Buch jedoch unverĂ€ndert in einem anderen Verlag veröffentlichen. Deshalb wurde er 1971 wegen vorsĂ€tzlicher Verleumdung aus Gewinnstreben zu einer Geldstrafe von etwa 40.000 Dollar verurteilt. Damit war sein Ruf als Sachbuchautor in GroĂbritannien beschĂ€digt.cite-ref-38[38]
In seinem Buch Hitler und seine Feldherren von 1975 behauptete Irving erstmals, das Tagebuch der Anne Frank sei eine FĂ€lschung. Nicht sie, sondern ihr Vater habe es verfasst. Dies habe ein New Yorker Drehbuchautor ihm nachgewiesen.cite-ref-39[39] Ein Gericht verurteilte Irving spĂ€ter zur RĂŒcknahme des Vorwurfs und zu einer EntschĂ€digungszahlung an die Anne-Frank-Stiftung.cite-ref-zeit-1992-40-0[40] Irvings Argument stammte von Holocaustleugnern.cite-ref-41[41] Der das Buch herausgebende Ullstein-Verlag erklĂ€rte in einer 1976 im Börsenblatt fĂŒr den Deutschen Buchhandel erschienenen Anzeige: âDer Verlag bedauert dieses MiĂverstĂ€ndnis und hat in Abstimmung mit dem Autor den fraglichen Passus aus der neuen Auflage entfernt.âcite-ref-42[42] Dennoch behauptete Irving die FĂ€lschung in der Neuauflage seines Buchs Hitlerâs War von 1991 erneut.cite-ref-zeit-1992-40-1[40]
Irving gegen Lipstadt
1993 veröffentlichte die US-amerikanische Historikerin Deborah Lipstadt ihr Buch Denying the Holocaust.cite-ref-43[43] Darin erwĂ€hnte sie Irving als âauthentischen Holocaustleugnerâ. Als eifriger Bewunderer Hitlers habe er behauptet, dieser habe âmehrfach die Hand ausgestreckt, um den Juden zu helfenâ, und sei im Dritten Reich ihr âgröĂter Freundâ gewesen. Historiker hĂ€tten Irving vorgeworfen, ânach Belieben zu seinem eigenen Vorteil Sachverhalte zu verfĂ€lschen und Dokumente zu manipulieren, [âŠ] um zu historisch unhaltbaren Schlussfolgerungen gelangen zu können, vor allem, sobald es um eine Entschuldigung Hitlers geht.â Er empfinde sich als Hitlers persönlichen Erben.cite-ref-44[44]
Nachdem der Londoner Penguin-Verlag Lipstadts Buch 1995 in GroĂbritannien veröffentlicht hatte, behauptete Irving, er sei darin verleumdet worden, obwohl Lipstadt nur seine eigenen Aussagen und belegte Urteile von Historikern darĂŒber zitiert hatte. Er forderte die Verlagsleitung auf, die Verbreitung des Buches einzustellen. Als diese darauf nicht einging, strengte er 1996 eine Verleumdungsklage gegen die Autorin und ihren Verlag an, um die Weiterverbreitung ihres Buchs gerichtlich zu verhindern.cite-ref-45[45] Da in GroĂbritannien bei Verleumdungsklagen die Beklagten die Beweislast tragen, mussten Lipstadt und ihr Verlag die Richtigkeit ihrer Aussagen ĂŒber Irving nachweisen.
Der Prozess vor dem Londoner High Court benötigte 32 Verhandlungstage. Die Verteidigung zog Gutachter fĂŒr drei Themenbereiche heran. Im ersten Bereich zeigten die Historiker Christopher Browning und Peter Longerich nochmals die Tatsachen des Holocaust auf.cite-ref-46[46] Der niederlĂ€ndische Architekturexperte Robert Jan van Pelt legte erneut Beweise fĂŒr die (historisch unstrittige) Existenz der Gaskammern in Auschwitz vor.cite-ref-47[47] Der Politologe Hajo Funke begutachtete Irvings Vernetzung in der geschichtsrevisionistischen und neonazistischen Szene.cite-ref-48[48] Der Historiker Richard J. Evans untersuchte Irvings Quellengebrauch und wies nach, dass Irving eindeutige Quellen ignorierte, andere hingegen entstellte oder fehldeutete, um seine Thesen zu untermauern.cite-ref-49[49] Evans durfte nach britischem Recht sĂ€mtliche Unterlagen, Korrespondenzen und VorentwĂŒrfe Irvings aus dessen Privatarchiv anfordern und damit Irvings Umgang mit den Quellen prĂŒfen. So konnte Evans Irvings Auslassungen, falsche Ăbersetzungen und Datierungen, Kontextmissachtungen, willkĂŒrliche Kombinationen von Textteilen und Fehldeutungen im Detail nachweisen.cite-ref-50[50] In diesem Zusammenhang wurden auch Irvings Veröffentlichungen zu den Luftangriffen auf Dresden erneut geprĂŒft und FĂ€lschungen darin aufgedeckt.cite-ref-dldi-51-0[51]
Weitere Zeugen der Verteidigung waren der MilitĂ€rhistoriker John Keegan und der israelische Holocaustforscher Yehuda Bauer. Irving, der sich ohne Anwalt selbst vertrat, beschimpfte beide im Prozess als LĂŒgner und behauptete, es seien âauf der RĂŒckbank von Edward Kennedys Auto in Chappaquiddick mehr Menschen gestorben als in Auschwitzâ.cite-ref-bnr-52-0[52]
Zu den Dokumenten der Verteidigung gehörten auch Tagebuchnotizen Adolf Eichmanns aus dem Staatsarchiv Israels, deren Einsicht Irving jahrelang verlangt hatte, um zu beweisen, dass Hitler den Holocaust nicht befohlen habe. Sie bestĂ€tigten jedoch Eichmanns Aussage im Eichmann-Prozess von 1961, Heydrich habe ihm Ende 1941 einen mĂŒndlichen FĂŒhrerbefehl zur Judenvernichtung weitergegeben.cite-ref-53[53]
Am 11. April 2000 wies der Londoner High Court Irvings Klage endgĂŒltig ab. In der UrteilsbegrĂŒndung sah Richter Charles Gray den Vorwurf der FĂ€lschung gegen Irving in 19 FĂ€llen als bewiesen an und fasste zusammen:cite-ref-bnr-52-1[52]
Gray bestĂ€tigte, dass Irving öffentlich als âLĂŒgnerâ, âGeschichtsfĂ€lscherâ, âAntisemitâ und âRassistâ bezeichnet werden darf.cite-ref-54[54] Irving musste die Prozesskosten von zwei Millionen britischen Pfund (nach damaligem Wechselkurs heute etwa 4,172 Millionen Euro) tragen, was ihn wirtschaftlich ruinierte.cite-ref-55[55] Versuche des Verlages, seine Prozesskosten von Irving zurĂŒckzuerhalten, scheiterten an dessen Mittellosigkeit.cite-ref-56[56] Seinen Berufungsantrag lehnte das Londoner Berufungsgericht im Juli 2001 ab.cite-ref-57[57]
Der Film Verleugnung (USA/GB 2016) behandelt den Prozess David Irvings gegen Lipstadt.
Nach Holocaustleugnungen Irvings
Am 8. November 1989 stellte das Landesgericht fĂŒr Strafsachen Wien gegen Irving einen Haftbefehl wegen des Verdachts auf VerstoĂ gegen das Verbot der NS-WiederbetĂ€tigung aus. Grund war laut Anklage Irvings Leugnung der Existenz von Gaskammern in den nationalsozialistischen Lagern bei VortrĂ€gen in Wien und der Steiermark. Irving entzog sich der Verhaftung durch die Ausreise aus Ăsterreich.cite-ref-spiegel-2006-12-21-58-0[58]
1993 behauptete Irving bei einem Treffen von Geschichtsrevisionisten in MĂŒnchen, âdass die den Touristen in Auschwitz gezeigte Gaskammer eine Attrappe ist, die nach dem Kriegsende von den Polen gebaut wurdeâ. DafĂŒr verurteilte das Landgericht MĂŒnchen I ihn rechtskrĂ€ftig wegen Beleidigung und Verunglimpfung des Ansehens Verstorbener zu einer Geldstrafe von 30.000 DM.cite-ref-59[59] Die MĂŒnchner AuslĂ€nderbehörde wies ihn unbefristet aus der Bundesrepublik Deutschland aus. Dies wurde 1996 vom Verwaltungsgericht MĂŒnchen bestĂ€tigt.
Am 11. November 2005 wurde Irving auf dem Weg nach Wien zu einer Veranstaltung der Wiener akademischen Burschenschaft Olympia aufgrund des noch bestehenden Haftbefehls von 1989 festgenommen. Am 20. Februar 2006 verurteilte das Wiener Landesgericht fĂŒr Strafsachen ihn wegen nationalsozialistischer WiederbetĂ€tigung zu drei Jahren Haft ohne BewĂ€hrung.cite-ref-ntv-urteil-60-0[60]
Irving legte Berufung ein. WĂ€hrend des Berufungsverfahrens entschuldigte er sich fĂŒr seine ĂuĂerungen ĂŒber HolocaustĂŒberlebende und erklĂ€rte, er zweifle nicht mehr an der Tatsache des NS-Massenmords an Juden durch Giftgas.cite-ref-61[61] Diese ErklĂ€rung werteten Beobachter als ZwecklĂŒge zur Vermeidung eines harten Urteils.cite-ref-62[62] TatsĂ€chlich leugnete Irving im MĂ€rz 2007 in Budapest den Holocaust erneut.cite-ref-63[63]
Am 4. September 2006 bestĂ€tigte der Oberste Gerichtshof Ăsterreichs den Schuldspruch, der somit rechtskrĂ€ftig wurde.cite-ref-ntv-urteil-60-1[60] Am 20. Dezember 2006 wurden zwei Drittel der Haftstrafe Irvings zur BewĂ€hrung ausgesetzt. Da er bereits 13 Monate in Untersuchungshaft verbracht hatte, wurde er am 21. Dezember nach GroĂbritannien abgeschoben. Gleichzeitig wurde gegen ihn ein unbefristetes Aufenthaltsverbot fĂŒr Ăsterreich verhĂ€ngt.cite-ref-spiegel-2006-12-21-58-1[58] Irving hat auĂerdem in Australien, Italien, Kanada, Neuseeland und SĂŒdafrika Einreiseverbot.cite-ref-bnr-52-2[52]
Gegenwart
Nach seiner Haftentlassung lebte Irving in Key West, Florida, mittlerweile lebt er im schottischen Nairn. Er geht von dort aus auf Vortragsreisen und verkauft dabei seine BĂŒcher.cite-ref-64[64]cite-ref-dailymail28okt2009-65-0[65]cite-ref-theherald-66-0[66] Zudem verkauft er Hitler-Devotionalien.cite-ref-67[67]
Am 5. September 2009 veröffentlichte die zweitgröĂte Tageszeitung Spaniens, El Mundo, ein Interview mit Irving. Darin erklĂ€rte er den Ausdruck âHolocaustâ zu einem kommerziellen Werbeslogan, den Juden seit den 1970ern erfunden und mit derselben Propagandatechnik wie Goebbels zu einer Mode gemacht hĂ€tten. Nach den Opferzahlen des Holocaust gefragt, erklĂ€rte er, er sei nicht an Zahlen und ĂŒberhaupt nicht am Holocaust interessiert. Dieser sei nur eine âMarginalieâ des Zweiten Weltkriegs gewesen, den Hitler nicht gewollt habe. Churchill sei in der Hand der Juden gewesen, habe den Krieg gewollt und ebenfalls viele unschuldige Menschen getötet.cite-ref-independent-68-0[68]
Das Interview war Teil einer Serie der Zeitung zum 70. Jahrestag des Zweiten Weltkriegs, fĂŒr die auch der Historiker Ian Kershaw und Avner Schalev, Direktor der HolocaustgedenkstĂ€tte Yad Vashem, interviewt wurden. Diese erklĂ€rten, sie hĂ€tten nicht teilgenommen, wenn sie vorher von Irvings Teilnahme gewusst hĂ€tten. Diese löste erhebliche internationale Proteste aus. Auch spanische Regierungsvertreter kritisierten, die Zeitung habe unter dem Vorwand der Meinungsfreiheit einem bekannten Holocaustleugner eine Plattform geboten.cite-ref-independent-68-1[68] Das spanische Verfassungsgericht hatte 2008 ein Gesetz, das Holocaustleugnung in Spanien unter Strafe stellte, aufgehoben.
Irving bestreitet weiterhin die Massenvernichtungsaktionen wĂ€hrend der NS-Zeit, auch im Rahmen von heimlich organisierten Vortragsreisen durch viele Staaten. 2009 stellte er AnhĂ€ngern bei einer solchen Reise durch die USA seine Thesen vor. Bei einem Auftritt in Manalapan bei Palm Beach kam es zu einer Messerstecherei unter Irving-AnhĂ€ngern.cite-ref-dailymail28okt2009-65-1[65] Im August 2010 trat Irving in Belgien mit derartigen VortrĂ€gen auf.cite-ref-69[69] Am 21. September 2010 begann er eine geplante neuntĂ€gige Vortragsreise durch Polen, bei der er zum Pro-Kopf-Preis von 2900 Dollar mit einer Reisegruppe (darunter Neonazis) SchauplĂ€tze des Zweiten Weltkriegs wie Hitlers âWolfsschanzeâ und der Judenverfolgung wie das Vernichtungslager Treblinka besuchte. Proteste und Klagen von HolocaustĂŒberlebenden und antirassistischen Organisationen aus Polen und GroĂbritannien im Vorfeld missachtete er.cite-ref-70[70] Die Organisation âOtwarta Rzeczpospolita. Stowarzyszenie przeciw Antysemityzmowi i Ksenofobiiâ (Offene Republik. Vereinigung gegen Anti-Semitismus und Xenophobie) informierte die polnischen Behörden, dass Irving mit seinen im Internet verbreiteten holocaustleugnenden Thesen gegen polnisches Recht verstoĂe, und reichte Klage ein.cite-ref-71[71] 2016 bot Irving diese Reise durch Polen erneut an.cite-ref-72[72] Im Rahmen einer Vortragsreise, bei der die Veranstaltungen ohne Nennung von Irvings Namen angekĂŒndigt wurden, verbreitete er Anfang 2017 in Glasgow erneut revisionistische und antisemitische Thesen: Hitler sei an Juden nicht interessiert gewesen und habe antijĂŒdische Aktionen immer wieder gebremst. Rudolf HeĂ sei in einer Friedensmission nach GroĂbritannien geflogen und habe nicht Selbstmord begangen, sondern sei von einem schwarzen US-Soldaten getötet worden. Juden hĂ€tten nach 1938 GroĂbritannien âĂŒbernommenâ und hĂ€tten 50 Jahre lang versucht, ihn und seine Familie zu âzerstörenâ. Da es an diesem Abend keine Störungen gegeben habe, frage er sich, ob âdie Judenâ ihm aufgrund seines Alters mittlerweile einen Blankoscheck ausgestellt hĂ€tten. Zur Wahl seines Wohnortes im Norden Schottlands sagte Irving, dieser erinnere ihn an das England seiner Kindheit, das damals noch âweiĂâ gewesen sei.cite-ref-theherald-66-1[66]
Ebenfalls 2017 sagte Irving, dass das Interesse an seiner Arbeit in den vergangenen Jahren merklich zugenommen habe. Vor allem von jungen Menschen, die sein Werk ĂŒber das Internet und die sozialen Medien kennengelernt hĂ€tten, bekĂ€me er âtĂ€glich 300 bis 400 E-Mailsâ, die er alle beantworte. Die Wahrheit ĂŒber den Holocaust kĂ€me ânach und nach herausâ. Die Menschen, so Irving, vertrauten nicht mehr darauf, was Regierungen und Zeitungen ihnen erzĂ€hlten, da sie spĂŒrten, dass man sie in die Irre fĂŒhre. Die âLeuteâ, die er the âtraditional enemyâ nenne (so Irvings Bezeichnung fĂŒr Juden), seien darĂŒber sehr besorgt. Mit den eingegangenen Spenden könne er sich einen Rolls-Royce leisten, obwohl Geld ihm nichts bedeute. Weiter Ă€uĂerte Irving, er glaube, dass Donald Trump einen guten US-PrĂ€sidenten abgeben werde und âdas Herz am rechten Fleckâ habe. Auch von Jeremy Corbyn, dem Chef der Labour Party, sei er âbeeindrucktâ. Die Partei allerdings, so Irving, zerfleische sich selbst wegen âdieser Antisemitismus-Anschuldigungenâ.cite-ref-73[73]
Im Oktober 2012 entschied das MĂŒnchner Verwaltungsgericht in erster Instanz, das seit 1993 gĂŒltige Einreiseverbot Irvings fĂŒr Deutschland ab 21. MĂ€rz 2013 zu beenden.cite-ref-74[74] Die Stadt MĂŒnchen dagegen wollte das Einreiseverbot bis 2022 verlĂ€ngern lassen, weil keine GesinnungsĂ€nderung Irvings ersichtlich sei und er weiterhin die öffentliche Sicherheit gefĂ€hrde. Nach einer Beschwerde der Stadtverwaltung blieb das Einreiseverbot bis zur Gerichtsentscheidung in zweiter Instanz in Kraft. Deshalb musste Irving einen fĂŒr den 10. September 2013 in Berlin geplanten Vortrag absagen. Der Berliner Verfassungsschutz beobachtet, ob Irving weitere Einreiseversuche unternimmt. Ein ProtestbĂŒndnis, zu dem auch der Hotel- und GaststĂ€ttenverband gehört, will VortrĂ€ge Irvings in Berlin verhindern.cite-ref-75[75] Im Oktober 2014 entschied der Bayerische Verwaltungsgerichtshof, keine Berufung gegen das Urteil vom Oktober 2012 zuzulassen. Das Einreiseverbot sei rechtmĂ€Ăig bis zum 21. MĂ€rz 2013 befristet worden.cite-ref-76[76]
Schriften (Auswahl)
âą Und Deutschlands StĂ€dte starben nicht. Schweizer Druck- und Verlagshaus, ZĂŒrich 1964.
âą Die Geheimwaffen des Dritten Reiches. Sigbert Mohn Verlag, GĂŒtersloh 1965 (Aus dem Engl. von Jutta und Theodor Knust. Original: The Mare's Nest. William Kimber, London 1964).
âą Der Untergang Dresdens. Reinbek b. Hamburg 1967.
âą Der Traum von der deutschen Atombombe. Sigbert Mohn Verlag, GĂŒtersloh 1967 (Original: The Virus House. William Kimber, London 1967).
âą Rommel. Eine Biographie. Hoffmann und Campe, Hamburg 1978.
⹠Die Tragödie der Deutschen Luftwaffe, Aus den Akten und Erinnerungen von Feldmarschall Erhard Milch. Ullstein, Frankfurt am Main / Berlin / Wien 1970.
âą Der NĂŒrnberger ProzeĂ â Die letzte Schlacht. Heyne, MĂŒnchen 1979, ISBN 3-453-01051-5.
âą Mord aus StaatsrĂ€son. Roman. Heyne, MĂŒnchen 1981, ISBN 3-453-00978-9.
âą Hitler und seine Feldherren. (1. Auflage 1975). Ullstein, MĂŒnchen 1982, ISBN 3-550-07308-9.
âą Von Guernica bis Vietnam. Die Leiden der Zivilbevölkerung im modernen Krieg. Heyne, MĂŒnchen 1982, ISBN 3-453-01479-0.
âą Schlacht im Eismeer. Die Vernichtung des Geleitzuges PQ 17. Heyne, MĂŒnchen 1984, ISBN 3-453-01956-3.
âą Göring. Albrecht Knaus Verlag, MĂŒnchen und Hamburg 1987 (Aus dem Engl. von Richard Giese), ISBN 3-8135-0577-X.
âą Hitlers Krieg, Die Siege 1939â1942. Pawlak, 1988, ISBN 3-88199-458-0.
âą Das Reich hört mit â Görings âForschungsamtâ: Der geheimste Nachrichtendienst des Dritten Reiches. ISBN 3-88741-135-8, 1989, PDF; 1 MB.
âą Hitlers Krieg, GötterdĂ€mmerung 1942â1945. Pawlak Verlag, 1991.
âą Churchill. Kampf um die Macht. Herbig, MĂŒnchen 1996, ISBN 3-7766-1646-6.
âą NĂŒrnberg â Die letzte Schlacht. Grabert, TĂŒbingen 1996, ISBN 3-87847-156-4.
âą FĂŒhrer und Reichskanzler. Adolf Hitler 1933â1945. Druffel-Verlag, Berg/Starnberger See 1997, ISBN 3-8061-1118-9.
âą Goebbels. Macht und Magie. Arndt-Verlag, Kiel 1997, ISBN 3-88741-168-4.
âą Schlacht um Europa. Mit dem Mut der Verzweiflung gegen die Invasion 1944. Druckschriften- und Zeitungsverlags GmbH, MĂŒnchen 2004, ISBN 978-3-925924-24-8.
âą Meine GefĂ€ngnisse. Erlebnisse und Gedanken in österreichischen Kerkern. FZ-Verlag, MĂŒnchen 2007, ISBN 978-3-924309-83-1.
âą SchlachtfĂŒhrer gegen das Reich. Churchills Krieg 1941â1942. Arndt, Kiel 2007, ISBN 978-3-88741-082-7.
âą Schlachten aus Blut und HaĂ. Churchills Krieg 1942â1943. Arndt, Kiel 2010, ISBN 978-3-88741-098-8.
Literatur
Zu Irvings Hitler-BĂŒchern
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âą Jobst C. Knigge: David Irving. Vom Bestseller-Autor zum Holocaust-Leugner. Dr. Kovac, Hamburg 2021, ISBN 978-3-339-12326-8.
Zum Londoner Irving-Prozess
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âą Deborah E. Lipstadt: History on trial: my day in court with David Irving. Ecco, New York 2005, ISBN 0-06-059376-8.
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âą Eva Menasse: Der Holocaust vor Gericht. Der Prozess um David Irving. Siedler, Berlin 2000, ISBN 3-88680-713-4.
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Weblinks
Commons
: David Irving
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
âą Literatur von und ĂŒber David Irving im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
âą David Irving bei IMDb
âą David Irving im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
âą Neal Ascherson: âDavid Irving â die AuschwitzlĂŒgeâ bei Shoa.de
âą Deborah Lipstadt: Holocaust Denial on Trial, Emory University 2016
âą Anthony DeV. Phillips (Oxford University, 20. April 2001): Law and History: a commentary on David Irving v Penguin Books and Professor Deborah Lipstadt
âą Anti-Defamation-League: David Irving
âą Dokumentarfilm (21. Dezember 2008): Wahrheit macht Frei â Neonazis in Deutschland; 17m, 29s: David Irving in MĂŒnchen (21. April 1990); 30m, 23s: Irvings Aussagen zur âEin-Mann-Gaskammerâ
Einzelbelege
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